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Aktuelles

Bessere Behandlungsmöglichkeiten durch Kooperation

Spezialisten der Lungenheilkunde treffen sich zur Fachkonferenz in Chorin

Interview mit Chefarzt Dr. Christoph Arntzen


Am Mittwoch, 16. Januar, treffen sich Spezialisten für Lungenheilkunde aus den nordöstlichen Landkreisen Brandenburgs zu einer gemeinsamen Fachkonferenz in Chorin. Warum dieses Treffen für die medizinische Versorgung in der Region wichtig ist, erläutert Dr. Christoph Arntzen, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Facharzt für Lungenheilkunde am Krankenhaus Angermünde, in einem aktuellen Interview.


Worum geht es bei dieser Tagung?

Dr. Christoph Arntzen: Es handelt sich um einen Erfahrungsaustausch zwischen Spezialisten verschiedener medizinischer Fachdisziplinen, die bei der Diagnostik und der Therapie von Lungenerkrankungen zusammenwirken. Die Referenten und die Teilnehmer kommen aus Kliniken und Arztpraxen in Märkisch-Oderland, Barnim und der Uckermark. Die Veranstaltung ist Teil der Zusammenarbeit im Rahmen des Netzwerks für Lungenerkrankungen Nordost-Brandenburg. Im Mittelpunkt stehen Falldiskussionen rund um die häufige Diagnose eines sogenannten Lungenrundherdes, einer im Röntgenbild sichtbaren Verschattung, die der Aufklärung bedarf, da sie Hinweis auf eine ernsthafte Erkrankung, zum Beispiel Lungenkrebs, sein kann. Insbesondere geht es darum, welche Behandlungsergebnisse in der letzten Zeit auf welchen Wegen erzielt wurden, um Schlussfolgerungen für die gemeinsame Arbeit abzuleiten und die Wirksamkeit der Therapiemöglichkeiten weiter zu verbessern. Was können beispielsweise moderne nuklearmedizinische Verfahren leisten, inwieweit kann der Thoraxchirurg den Lungenherd minimalinvasiv diagnostizieren und therapieren, welche nichtoperativen Alternativen stehen zur Verfügung, wie zum Beispiel die moderne Präzisionsstrahlentherapie und die zielgerichtete onkologische  medikamentöse Therapie im Falle eines Lungenkarzinoms.


Welche Bedeutung hat das Netzwerk für Lungenerkrankungen für die Region?

Derzeit sind insgesamt 33 teilnehmende Einrichtungen im Netzwerk für Lungenerkrankungen Nordost-Brandenburg eng verbunden. Dazu gehören die Lungenchirurgie des Werner Forßmann Krankenhauses in Eberswalde ebenso wie die auf Lungenkrankheiten spezialisierte Klinik für Innere Medizin des Krankenhauses Angermünde und weitere Krankenhäuser in der Region, so in Schwedt, in Strausberg und in Neubrandenburg, Facharztpraxen, Therapeuten, Selbsthilfegruppen von Patienten, bis hin zur ambulanten Pflege und palliativmedizinischen Versorgung. Ziel ist ein gemeinsames flächendeckendes Versorgungsangebot auf dem Fachgebiet der Lungenheilkunde, das alle dafür nötigen Kompetenzen vereinigt und dem Patienten eine umfassende moderne Behandlung wie aus einer Hand zur Verfügung stellt. In der Region bieten sich dafür modernste Möglichkeiten. So können immer mehr Eingriffe ohne große Körperschnitte per Endoskop erfolgen. Auch sehr innovative Verfahren wie die Entlüftung einer überblähten Lunge durch den Einsatz winziger Ventile oder die Lungenvolumenreduktion mit implantierten Spiralen, sogenannten Coils, sind verfügbar. Seit Juli vergangenen Jahres ist Prof. Dr. Arpad Pereszlenyi, ein hochspezialisierter Lungenchirurg, am Werner Forßmann Krankenhaus tätig, so dass auch hier die Expertise nochmals verstärkt wurde. Alle Beteiligten stehen im Rahmen des Netzwerks ständig in Verbindung, zum Beispiel in regelmäßigen Telemedizinkonferenzen. Die gemeinsame Fortbildung in Chorin trägt auf besondere Weise dazu bei, den Wissenstransfer unter den Teilnehmern zu fördern und die Zusammenarbeit zu vertiefen. Gemeinsam geht es uns darum, die Behandlung von Patienten mit Lungenkrankheiten so wohnortnah wie möglich, flexibel, zügig, effektiv und auf hohem Niveau zu ermöglichen, leitliniengerecht nach aktuellem Stand der Wissenschaft, qualitätsgesichert nach gemeinsamen Standards und ohne Umwege in gut organisierten Behandlungs- und Betreuungsketten. Das ist auch unbedingt nötig, denn wie sich zeigt, nimmt der Bedarf im Bereich der Behandlung von Lungenkrankheiten weiter zu.


Woran liegt das und welche Lungenkrankheiten sind die häufigsten?

Dass die Behandlungszahlen bei Lungenkrankheiten steigen, hängt einerseits mit der demografischen Entwicklung und mit Faktoren der Lebensweise zusammen, zum anderen aber auch mit den zunehmenden Möglichkeiten der Medizin. Gerade durch das Zusammenwirken der verschiedenen Medizinbereiche – der Pneumologie, Radiologie, Chirurgie, Onkologie, Pathologie und weiterer – werden die Fortschritte in einzelnen Feldern für alle nutzbar und die komplexe umfassende Behandlung des Patienten verbessert deren Qualität, führt zu besseren Heilungsergebnissen. Häufige Krankheiten sind Asthma, Bronchitis, Lungenentzündung, Lungenfibrose, COPD und Lungenkrebs – immer noch die dritthäufigste Krebserkrankung in Deutschland. Auch hier haben sich die Therapiemöglichkeiten verbessert, wobei die möglichst frühzeitige Erkennung nach wie vor sehr wichtig ist. Einiges kann jeder auch selber tun, um sein Risiko für eine Lungenerkrankung zu vermindern. So gilt es, Luftverschmutzungen und Umweltgifte zu meiden, sich viel an frischer Luft zu bewegen, sich gesund zu ernähren und auf das Rauchen zu verzichten. Auch die Prävention, die Vorbeugung von Erkrankungen, ist ein Schwerpunkt der Netzwerkarbeit. Das Netzwerk für Lungenerkrankungen Nordost-Brandenburg wird dazu auch in diesem Jahr wieder Informationsveranstaltungen für alle Gesundheitsinteressierten anbieten. Die Termine und Themen findet man in der Tagespresse und auf der Internetseite des Netzwerkes.

 

 


Verfasst am: 31.01.2019

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